German Canadians / Krefeld Kanadier


Da das Fachamt für Eis- und Rollsport deutschstämmige Kanadier erlaubt, holt der von der WM in Garmisch-Partenkirchen weg engagierte Valentin "Bobby" Hoffinger im Herbst 1936 12 Spieler aus dem kanadischen Alvador nach Krefeld. Abflug aus Kanada ist der 16.10.1936. Die jungen Kanadier sind alle zwischen 22 und 25 Jahren und deutscher Abstammung. Sie alle haben deutsche Eltern oder Großeltern, die nach Kanada auswanderten. Teilweise haben sie fliessende Deutschkenntnisse. Sie sollen die Krefelder mit Eishockey infizieren. Ihre Namen werden in den Zeitungen von damals teilweise eingedeutscht.
Gelockt werden sie mit freier Unterkunft und Taschengeld. Die Profitruppe soll sich selber mit Gastspielreisen finanzieren. Tschechoslowakei, Frankreich, Niederlande, Schweiz und Schweden sind Stationen der German Indians, die sich auf Anordnung des Reichssportbundes in German Canadians umbenennen müssen.
Parallel zu den German Canadians werden die eigenen Amateure aufgebaut. Nach nur einer Saison ( 1936/37 ) Begeisterung sind sie soweit, sich alleine durchzuschlagen.
Ihre ersten Spiele bestreiten die German Canadians bei der Saisoneröffnung der Düsseldorfer EG an der Brehmstraße am 04. und 05.11.1936. Ihr Heimspieldebüt geben die German Canadians bei der offiziellen Eröffnung des Hindenburg-Stadions am 07. und 08.11.1936.
Es war üblich, das die German Canadians Gastspieler in ihren Reihen hatten, aber auch vereinzelt andere Vereine verstärkten.
Nach nur einer Spielzeit kehren die Krefeld Kanadier ( wie sie auch genannt werden ) in ihre Heimat zurück.
 

 
Die Heimspiele der German Canadians sind immer sehr gut besucht. Ausverkauft, volle Ränge, bis auf dem letzten Platz ... ist oft in der Zeitung ( Niederrheinische Volkszeitung ) zu lesen. Ausser ... es regnet vorher oder während des Spiels. Dann bleiben die Fans auch mal zu Hause. ;o)

Der Reiz des Neuen lockt nicht nur die Krefelder. Wie ebenfalls in der Zeitung zu lesen ist, kommen die Autokennzeichen auf dem Parkplatz am Stadion von weit her, auch aus den Niederlanden.

In den Anfangsjahren geht es jedoch nicht allein um das Eishockey. Eine Veranstaltung ist ein "Gesamtkunstwerk", ein Gesamtkonzept aus Eiskunstlauf, Eishockey und "Eishumorik" - den Eisclowns. Im Eiskunstlauf zeigt meist die erste Garde des Sports und der Nachwuchs, was er kann, und begeistert die Menschen.

Historisch gegeben, gibt es gelegentlich "Sponsoren" zu dieser Zeit. Jedem sollte es möglich sein, die Großveranstaltungen zu besuchen. Der Sport / die Sportarten soll/en näher gebracht werden.

Die Spielzeit beträgt damals 3*15 Minuten, Seitenwechsel gibt es jeweils nach 7,5 Minuten. Strafzeiten betragen eine bis drei Minuten.
Es gibt jedoch nicht so viele. Ausser bei einem Spiel gegen Düsseldorf ... das war damals etwas niggelig. ;o)

Teilweise kann man nach den Veranstaltungen / Spielen noch eislaufen.
 
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 06.11.1936.
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 06.11.1936
 
Training
Training. Training.
 
Eröffnungswochenede 07./08.11.1936 gegen den BSC Berlin
Eröffnungswochenede 07./08.11.1936 gegen den BSC Berlin Eröffnungswochenede 07./08.11.1936 gegen den BSC Berlin
Bobby Hoffinger und Gustav Jaenecke.
Bobby Hoffinger und Gustav Jaenecke
 
 
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 07.11.1936.
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 07.11.1936
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 28.11.1936.
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 28.11.1936
 
Bully.
Bully
Spiel gegen die DEG
Spiel gegen die DEG
Spiel gegen die Kimberley Dynamiters
Spiel gegen die Kimberley Dynamiters
Frau Münstermann.
Frau Münstermann
Spielszene. Spielszene.
Spielszene. Spielszene.
 
EV Westfalen Dortmund Mannschaft.
Mannschaften halfen sich gegenseitig aus, verstärkten sich.
Jack Ring (German Canadians ), Frank Schwinghammer (German Canadians ), Hausmann ( KEV ), Kremershof ( KEV ) und Fabien ( KEV ) haben z.B. beim EV Westfalen Dortmunder gespielt.
 
Letzte Aktualisierung / Stand Mai 2020


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