Der KEV / die Krefeld Pinguine


Bei den Krefeld Pinguinen geht es um Eishockey. :o)
Beim Krefelder EV auch. Aber es gab auch noch andere Abteilungen - z.B. Eiskunstlauf ( Eistanz kam erst auf und war noch ein wenig verpönt ;o) ). Aber auch Eisschnelllauf und Rollsport - Rollkunst und Rollhockey. Rollhockey ist ein guter Ausgleichs- und Ergänzungssport für den Sommer. Leider verläuft sich die Geschichte des Rollsports beim KEV.
In erster Linie soll es hier ( natürlich ;o) ) um Eishockey gehen.
 
Von den German Canadians und den Rheinland Kanadiern,vom KEV zu den Pinguinen.

Die Geschichte des Krefelder Eishockeys.
1936/37 KEV
Die allererste Mannschaft des KEV 1936.
Die German Canadians - Krefeld Kanadier:
Da das Fachamt für Eis- und Rollsport deutschstämmige Kanadier erlaubt, holt der von der WM in Garmisch-Partenkirchen weg engagierte Valentin "Bobby" Hoffinger im Herbst 1936 12 Spieler aus dem kanadischen Alvador nach Krefeld. Abflug aus Kanada ist der 16.10.1936. Die jungen Kanadier sind alle zwischen 22 und 25 Jahren und deutscher Abstammung. Sie alle haben deutsche Eltern oder Großeltern, die nach Kanada auswanderten. Teilweise haben sie fliessende Deutschkenntnisse. Sie sollen die Krefelder mit Eishockey infizieren. Ihre Namen werden in den Zeitungen von damals teilweise eingedeutscht.
Gelockt werden sie mit freier Unterkunft und Taschengeld. Die Profitruppe soll sich selber mit Gastspielreisen finanzieren. Tschechoslowakei, Frankreich, Niederlande, Schweiz und Schweden sind Stationen der German Indians, die sich auf Anordnung des Reichssportbundes in German Canadians umbenennen müssen.
Parallel zu den German Canadians werden die eigenen Amateure aufgebaut. Nach nur einer Saison ( 1936/37 ) Begeisterung sind sie soweit, sich alleine durchzuschlagen.
Ihre ersten Spiele bestreiten die German Canadians bei der Saisoneröffnung der Düsseldorfer EG an der Brehmstraße am 04. und 05.11.1936. Ihr Heimspieldebüt geben die German Canadians bei der offiziellen Eröffnung des Hindenburg-Stadions am 07. und 08.11.1936.
Es war üblich, das die German Canadians Gastspieler in ihren Reihen hatten, aber auch vereinzelt andere Vereine verstärkten.
Nach nur einer Spielzeit kehren die Krefeld Kanadier ( wie sie auch genannt werden ) in ihre Heimat zurück.
German Canadians
Die German Canadians.

22. Oktober 1936
Leichter Nieselregen, warme Luft . Dampf lässt den ersten Betrieb auf der Eisbahn gespenstisch aussehen. Unter den Augen von Wilhelm "Willi" Münstermann und geladenen Gästen aus den Spitzen der Partei, Verwaltung und Wirtschaft trainieren als Überraschung die bekannten Eiskunstläufer Karl Schäfer, Vivi-Anne Hultén und Emmy Putzinger, sowie Eishockeyspieler auf einem Teil der Eisfläche ( 500 qm / ca. ein Drittel ). Die Eishockeyspieler bestehen aus den German Canadians und Spielern des EKE Austria. Der EK Engelmann soll eigentlich am Samstag in Düsseldorf zum Spiel antreten, doch leider ist das Eis dort noch nicht fertig. So kommt man zum Training kurzerhand in die neu in Betrieb genommene Eisbahn in Krefeld.

Nur kurz danach geht es für Willi Münstermann zu Wilmeroths Hotel "Stadt München". Die Räumlichkeiten sind bis zum letzten Platz gefüllt und unter Cuno Pursch wird die Gründungsversammlung eröffnet. 102 ( 107 / 103 die Anzahl variiert je nach Quellenangaben ) Mitglieder zählt der neue Verein mit dem Namen "Krefelder Eislauf Verein 1936", unter ihnen Cuno Pursch, Peter Grieskamp, Karl Wellen und Dr. L.C. Heitmann. Erster Vorsitzender wird einstimmig Stadtrat Dr. Erdtmann.

Führen die Straßenbahnlinien 7a und 7b bisher ein Schattendasein, so werden sie wohl demnächst rege benutzt. ;o)

"Niederrheinische Volkszeitung" vom 23.10.1936

... Wir grüßen Krefelds jüngsten Sportverein! Mit der gleichen Einigkeit, mit dem gleichen Elan, wie dies bei der Gründung der Fall war, wird er bald zu großen Taten fähig sein. Wir erwarten mit seiner Hilfe einen neuen sportlichen Aufstieg innerhalb unserer Vaterstadt und am ganzen linken Niederrhein: Aber auch in wirtschaftspolitischer Hinsicht soll seine Existenz zu spüren sein.

23. Oktober 1936
Das neue Hindenburg-Stadion ist zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich. Rund 1.000 Besucher kommen und die neue Halle zu bestaunen und rund 100 wagen sich auf das Eis - das jetzt komplett ( ca. 1830 qm ) gefroren ist.
In einem abgesperrten Bereich trainieren die Eiskunstläufer und Eishockeyspieler. Auch heute ist der EKE Austria / EK Engelmann zu Besuch, da es in Düsseldorf kein Eis gibt.
Wie die "Niederrheinische Volkzeitung" vom 24.10.1936 schreibt, sind die prominenten Spieler sofort umringt und müssen Autogramme geben, wenn sie einen Puck holen, der zuvor heraus gespielt wurde.

24. Oktober 1936
Da es in Düsseldorf immer noch kein Eis gibt, gibt es ein gemischtes deutsch / kanadisches Probe-Eishockeyspiel, das mit 10:7 für Mannschaft A endet.

Mannschaft A:
Tor Seipel, Verteidiger Hoffinger, Bell, Stürmer Wiedemann, Keßler und Kögel
Mannschaft B:
Tor Rhode, Verteidiger Davidow, Jansen, Stürmer Hook, Morrin, Orbanowski
Laut "Niederrheinische Volkszeitung" vom 26.10.36 Namen so geschrieben.

Schon damals war das Interesse aus unserem Nachbarland Niederlande sehr groß.
 
Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 07.11.1936
Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 07.11.1936
Karikatur "Niederrheinische Volkszeitung" vom 19.11.1936.
Karikatur "Niederrheinische Volkszeitung"
vom 19.11.1936
Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 24.02.1937. nzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 26.02.1937. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 04.03.1937. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 05.06.1937.
Anzeigen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 24.02.1937, 26.02.1937, 04.03.1937 und 05.06.1937.

07. und 08. November 1936

Das Hindenburg-Eisstadion wird eröffnet. Über zwei Tage lang wird das neue Stadion eingeweiht.
Auf dem Programm des ersten Sportevents stehen
Ansprachen von Herrn Kleeberg, Leiter des Fachamtes für Roll- und Eissport in Berlin und Stadtrat Dr. Erdtmann Krefeld,
Kunstlaufvorführungen von Anneliese Schorr, Inge Koch und Günther Noack, Ulla Schwarz, Liselotte Roth und Bruno Walter - vom Rollkunstlauf kommend und die Jugendabteilung des BSC
und Spiele der German Canadians gegen den Berliner Schlittschuhclub.
Zu Lachen gibt es auch etwas: Die beiden Eislauflehrer Breitmeyer, aus Düsseldorf und Angola, aus Krefeld halten eine humoristische Eisstunde ab.
Zusätzlich gibt es am Samstagabend einen Umtrunk zur Eröffnung im Hotel "zur Stadt München".
Erwachsene können für 50 Pfennig - abends 60 Pfennig - und Kinder für 30 Pfennig bei Lautsprechermusik Eis laufen.

5.000-6.000* begeisterte Zuschauer sehen am Samstag die Veranstaltungen auf weichem Eis, das das Lauftempo verlangsamt. Um die 3.000-4.000* Zuschauer sind es sonntags bei Nieselregen, aber schnellerem Eis. Die rot-weissen Canadians spielen Samstag 0:0 und gewinnen Sonntag 2:1 über die schwarz-weissen Berliner. Heisst es doch, Scherben bringen Glück. Eine Restaurantscheibe wird beim ersten Spiel vom Puck zerschossen, die Netze sind zu niedrig. Quittiert wird dieses Ereignis von den Fans mit den Rufen: Ihr müßt Euch mehr um Tore kümmern, anstatt die Fenster zu zertrümmern!

* Je nach Quelle


1936
Durch eine Plauderei am Kamin entsteht die Idee um ein Turnier im westeuropäischen Rahmen. Organisatoren des neuen Pokals / Cups sind Willi Münstermann - Krefeld, Rittberger - damals Düsseldorf, Bruck - Amsterdam und van Schelle - Brüssel. Gestiftet wirdd die Trophäe vom früheren belgischen Minister Phillipe Lippens, der dem Cup auch seinen Namen gibt. Genannt wird der Lippens Cup aber auch Westeuropa-Pokal bzw. Nordwesteuropa-Pokal ( "Niederrheinische Volkszeitung", verschiedene Namen und Schreibweisen ).

Saison 1936/37
Der Nachwuchs spielt im Lippens Cup bzw. Westeuropa-Pokal / Nordwesteuropa-Pokal gegen den IHC Brüssel, L'Étoile du Nord / Nordstern Brüssel, Blaue Sechs Amsterdam und Düsseldorfer EG. Verstärkt wird er von zwei Ausländern, meist von den German Canadians, aber auch von Spielern aus anderen Mannschaften. Der Trainer darf nicht mitspielen.

Der Krefelder Rollschuhclub tritt geschlossen dem Krefelder EV bei. Die Rollschuhbahn wird übernommen und bleibt weiter zum trainieren geöffnet.

Gemäß der damaligen Zeit spielt der Nachwuchs zum Teil nicht nur beim KEV, sondern bei einer damals üblichen Jugendvereinigung.
 
Die Heimspiele der German Canadians sind immer sehr gut besucht. Ausverkauft, volle Ränge, bis auf dem letzten Platz ... ist oft in der Zeitung ( Niederrheinische Volkszeitung ) zu lesen. Ausser ... es regnet vorher oder während des Spiels. Dann bleiben die Fans auch mal zu Hause. ;o)

Der Reiz des Neuen lockt nicht nur die Krefelder. Wie ebenfalls in der Zeitung zu lesen ist, kommen die Autokennzeichen auf dem Parkplatz am Stadion von weit her, auch aus den Niederlanden.

In den Anfangsjahren geht es jedoch nicht allein um das Eishockey. Eine Veranstaltung ist ein "Gesamtkunstwerk", ein Gesamtkonzept aus Eiskunstlauf, Eishockey und "Eishumorik" - den Eisclowns. Im Eiskunstlauf zeigt meist die erste Garde des Sports und der Nachwuchs, was er kann, und begeistert die Menschen.

Historisch gegeben, gibt es gelegentlich "Sponsoren" zu dieser Zeit. Jedem sollte es möglich sein, die Großveranstaltungen zu besuchen. Der Sport / die Sportarten soll/en näher gebracht werden.

Die Spielzeit beträgt damals 3*15 Minuten. Seitenwechsel gibt es jeweils nach 7,5 Minuten. Der Sturm wird alle fünf Minuten gewechselt.
Es gibt zwei Schiedsrichter, einen Zeitnehmer, einen Strafzeitnehmer und drei Torrichter.
Strafzeiten betragen eine bis drei Minuten. Es gibt jedoch nicht so viele. Ausser gegen Düsseldorf. ;o)

Teilweise kann man nach den Veranstaltungen / Spielen noch eislaufen.

Februar 1937
Deutsche Eishockey Meisterschaft
Aufgrund der vielen neuen und guten Eisbahnen in Westdeutschland findet die dezentrale Vorrunde ( 02. bis 04. Februar 1937 ) der deutschen Meisterschaft, sowie die Endrunde ( 05. bis 07. Februar 1937 ) in Westdeutschland statt. Nur die Entscheidungsspiele werden in Nürnberg ausgespielt. Ausser in Köln - Gruppe B, Dortmund - Gruppe C und Düsseldorf - Endrunde spielt die Gruppe A in Krefeld im Hindenburg-Stadion. Berliner SC, HG Nürnberg, TSV Weißwasser und Altonaer SV kämpfen um den Gruppensieg, den sich Berlin mit drei Siegen holt.

Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 02.02.1937
Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 02.02.1937.

Sommer 1937
Der Nachwuchs spielt Rollhockey. :o)

Der Krefelder EV veranstaltet im Sommer gelegentlich Rollhockey-Wettkämpfe, z.B. gegen Remscheid. Auch Rollkunstlauf wird gezeigt. Ein Teil der Zementfläche bleibt auch nach dem Umbau zum Schimmbad Rollhockey-Fläche. Nach den Vorführungen hat man noch die Möglichkeit, schwimmen zu gehen.

Anzeige in der "Niederrheinsichen Volkszeitung" vom 20.07.1937

Dieses Spiel KEV - Remscheid endet 5:2 ( 2:0, 2:2, 1:0 ), die erste Begegnung ( auch ) in Krefeld endet am 18.04.1937 2:3 für Remscheid ( 1:2, 0:0, 1:1 ). Der Zuspruch bei beiden Spielen ist wegen schlechtem Wetter nicht sehr hoch.

Laut "Niederrheinische Volkszeitung" vom 17.08.1937 wird der Krefelder EV zweiter vor dem Sieger Remscheider Eislaufverein, der Meister der Verwaltungseinheit Niederrhein wird. Dritter ist der Roll- und Schlittschuhclub Duisburg.
Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 20.07.1937.
 
Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 23.10.1937. Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 13.11.1937. Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 04.12.1937. Anzeige "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 11.12.1937.
Anzeigen "Niederrheinsiche Volkszeitung" vom 23.10.1937, 13.11.1937, 04.12.1937 und 11.12.1937

Saison 1937/38
Der KEV nahm an keiner Liga teil, machte nur Freundschaftsspiele. Es war normal sich mit Gastspielern zu verstärken, aber auch das eigene Spieler andere Vereine unterstützen. Keine Teilnahme am Lippens Cup bzw. Westeuropa-Pokal / Nordwesteuropa-Pokal.

Gemäß der damaligen Zeit spielt der Nachwuchs zum Teil nicht nur beim KEV, sondern bei einer damals üblichen Jugendvereinigung.
 
Die Rheinland Kanadier / Niederrhein Kanadier ( Canadians ):
Mit einem neuen Konzept geht es in die Saison 1937/38. Nur Jack Ring und Frank Schwinghammer kommen zurück nach Krefeld. Auf der einen Seite sollen sie den Nachwuchs schulen und anleiten, und einen festen Platz in der Mannschaft haben. Auf der anderen Seite bilden sie mit den anderen Kanadiern:
Bell aus Düsseldorf,
Hoffinger ( Trainer in Köln ) und
Seyfred / Seyffred ( verschiedene Schreibweisen ) aus Köln
die Rheinland Kanadier / Niederrhein Kanadier ( Canadians - mit uns ohne Bindestrich ). Sie sollen an den drei westdeutschen Eissportplätzen bei besonders schweren Gegnern eingesetzt werden.

Die restliche Mannschaft variiert und besteht aus Spielern anderer Mannschaften, aber auch der ein oder anderen eigenen Nachwuchskraft. Ausserdem verstärken die Kanadier andere Vereine.

11. Dezember 1937
Die deutsche Auswahlmannschaft trainiert für das anstehende Länderspiel gegen die Schweiz am 19.12.1937 eine Woche lang in Düsseldorf und spielt in Krefeld gegen eine Auswahl aus dem Krefelder EV und der Düsseldorfer EG. Das Spiel endet 5:1. Anschliessend gibt es noch Testspiele in Köln und Düsseldorf.

Aufstellung
Tor: Rohde
Verteidigung: Tobien, Ring
1. Sturm: Schwinghammer, Kelch 1, Davydow
2. Sturm: Blumberg, Orbanowsky, Thelen

Schreibweise "Niederrheinische Volkszeitung" vom 13.12.1937
 
"Niederrheinische Volkszeitung" vom 11.03.1938

Vergangene Saison acht Veranstaltungen mit 55.000 Zuschauern. Immer gut gefüllt und fast immer ausverkauft.

Ein Blick auf den Parkplatz vom vergangenen Samstag ( 06.03.1938 ):

228 Kraftwagen, 159 von ausserhalb, davon:
54 Kempen, 35 Moers, 14 Viersen, 16 Mönchengladbach, 9 Düsseldorf, 6 Duisburg, 5 Wuppertal, 4 Geldern, 6 Holland, 2 Belgien, 4 Köln und 4 zusammen Bielefeld, Bochum und Bremen.

Ohne die Zuschauer von ausserhalb, die mit der Eisenbahn gekommen sind.

Sommer 1938
Am 16. und 17.07.1938 findet in Mönchengladbach beim Gladbacher Roll- und Schlittschuhclub 1936 e. V. am Schweizerhaus die Rollhockey Meisterschaft vom Gau 10 / Niederrhein statt. Qualifiziert sind Essen, Duisburg, Mönchengladbach, Remscheid ( Gaumeister und ehemaliger westdeutscher Meister ) und Krefeld. Da der Essener Roll- und Schlittschuhclub Urlaubsschwierigkeiten hat und der Duisburger Roll- und Schlittschuhclub komplett gesperrt ist, machen Mönchengladbach, Remscheid und Krefeld den Titel unter sich aus.
Am ersten Tag wird nur trainiert, am zweiten Tag wird gespielt. Zwischendurch werden die Spiele mit Rollkunsteinlagen unterlegt.
Krefelder EV - Gladbacher Roll- und Schlittschuhclub 7:1 ( 4:0, 2:0, 1:1 )
Gladbacher Roll- und Schlittschuhclub - Remscheider EV 1:7 ( 1:1, 0:3, 0:3 )
Krefelder EV - Remscheider EV 3:1
Der Krefelder Ev wird vor dem Remscheider EV Gaumeister.

Die Mannschaft laut "Niederrheinische Volkszeitung" vom 29.09.1938
Müller, Helmut Kremershof, Jansen, Walter Kremershof, Torhüter Finck und Heinz Angenvoorth - von links oben nach unten rechts auf der Karikatur.
Diese Mannschaft spielt ( ohne Finck / Fink ) bereits seit 1935 zusammen. Betreuer und Berater ist Frank Schwinghammer. Walter Kremershof ist mit seinen 16 Jahren Mitglied in der Nachwuchs Nationalmannschaft im Rollhockey.

Der KEV setzt sich auch gegen Dortmund, dem Gaumeister aus Westfalen, bei einer Großveranstaltung in Mönchengladbach beim Gladbacher Roll- und Schlittschuhclub mit 7:0 und 6:3 durch.

Insgesamt verliert die Mannschaft von 12 Spielen nur einmal.


Der Krefelder EV wird Dritter bei der Deutschen Rollhockey Meisterschaft.

In einem Jahresrückblick Ende der Saison 38/39 betont Willi Münstermann den Wert des Rollhockeys als Ergänzungs- und Ausgleichssport. Jedoch sind die Trainingsmöglichkeiten mehr als bescheiden, da es keinen Trainingsplatz mehr gibt. Man erwähnt in Mönchengladbach zu trainieren.

Leider verlieren sich die Informationen zum Rollsport.
Karikatur "Niederrheinische Volkszeitung" vom 29.09.1938
Karikatur,
Niederrheinische Volkszeitung"
vom 29.09.1938
   
Karikaturen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 30.09.1938. Karikaturen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 21.11.1938.
Karikaturen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 30.09.1938 und 21.11.1938.
 
Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 19.11.1938. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 27.11.1938. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 10.12.1938. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 31.12.1938. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 07.01.1939.
Anzeigen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 19.11.1938, 27.11.1938, 10.12.1938, 31.12.1938 und 07.01.1939.

Saison 1938/39
Der KEV nimmt an keiner Liga teil, spielt jedoch um die deutsche Meisterschaft und den Lippens-Cup / Westeuropa-Pokal bzw. Nordwesteuropa-Pokal ( der nicht zu Ende gespielt wird ) mit.

Die kanadischen Spieler Schwinghammer und Ring dürfen trotz ordnungsgemäßer Spielerpässe nicht spielen, sind für Meisterschaftsspiele gesperrt - was (bei kurzfristigen Änderungen / Termine und Orte ) zu Problemen führt.

Gemäß der damaligen Zeit spielt der Nachwuchs zum Teil nicht nur beim KEV, sondern bei einer damals üblichen Jugendvereinigung.

14. und 15. Januar 1939
Willi Münstermann holt die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen der Frauen nach Krefekd.
Am Wochenende des 14. und 15.01.1939 treten die neun besten Anwärterinnen auf den Titel an. Es gewinnt Lydia Veicht vor Hanne Niernberger und Marta Musilek.
Zum Programm gehören Eishockeyspiele.
"Niederrheinische Volkszeitung" vom16.01.1939 Hanne Niernberger wird bewertet.
"Niederrheinische Volkszeitung"
vom 16.01.1939
Hanne Niernberger wird bei ihrer Pflichtübung bewertet.

Januar / Februar 1939
Da Verhandlungen zwischen Stadion- und Stadtverwaltung nicht zu einem annehmbaren Ergebnis für beide Seiten führen, entscheidet sich die Stadionverwaltung, das Stadion ab Montag, den 16.01.1939 zu schliessen.
Laut späterer Erklärung teilt die Eisstadionverwaltung mit, das die Stadtverwaltung keine Schuld an der Schliessung des Stadions hat. Durch das Entgegenkommen der Stadtverwaltung können alle Schwierigkeiten behoben werden. Durch die Übernahme des Eisstadions in die Kühl- und Lagerhausgesellschaft wird eine Grundlage für die Stadt geschaffen, die Weiterführung des Betriebes zu fördern.
Wieder eröffnet wird am Sonntag, den 12.02.1939.

Anzeigen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 17.01.1939 und 12.02.1939
Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" 17.01.1939.

Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung"  vom  12.02.1939
 
Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 17.11.1939. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 09.12.1939. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 24.12.1939. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 13.02.1940. Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 20.02.1940.
Anzeigen "Niederrheinische Volkszeitung" vom 20.11.1939, 09.12.1939, 24.12.1939, 13.02.1940 und 20.02.1940.

Saison 1939/40
Der KEV nimmt an keiner Liga teil, spielt jedoch um die deutsche Meisterschaft / 1. Deutsche Kriegsmeisterschaftmit und will um den geplanten ( aber vermutlich nicht ausgespielten ) Lippens-Cup / Westeuropa-Pokal bzw. Nordwesteuropa-Pokal mitspielen.

Der kanadische Spieler Schwinghammer darf nicht bei Meisterschaftsspielen mitspielen.

Gemäß der damaligen Zeit spielt der Nachwuchs zum Teil nicht nur beim KEV, sondern bei einer damals üblichen Jugendvereinigung.

Saison 1940/41
Der KEV nimmt an keiner Liga teil, spielt auch nicht um die deutsche Meisterschaft / 2. Deutsche Kriegsmeisterschaft mit.

Es gibt keine komplette Krefelder Mannschaft. Ein Großteil der Krefelder Spieler wird eingezogen. Die restlichen Spieler treten für die Dauer des Krieges der DEG bei. Z.B. Heinz Hausmann, Heinrich / Heinz Angenvoorth und Walter Kremershof.

Der KEV bestreitet nur ein Spiel. Am Mittwoch, den 01.01.1941 sind so viele Spieler auf Heimaturlaub, das sie als Mannschaft antreten können. Der Krefelder EV spielt gegen die Düsseldorfer EG.

Gemäß der damaligen Zeit spielt der Nachwuchs zum Teil nicht nur beim KEV, sondern bei einer damals üblichen Jugendvereinigung.
Anzeige "Niederrheinische Volkszeitung" vom 24.12.1940.
Anzeige
"Niederrheinische Volkszeitung"
vom 24.12.1940.

Dezember 1945
Am 09. Dezember 1945 gibt es die erste Eisfläche nach dem Krieg. Es steht wieder ein ordentliches Stadion zur Verfügung ( Bombenschäden beseitigt ). Die Soldaten suchen eine Freizeitbeschäftigung. Der KEV bekommt Trainingszeiten.
Gespielt wird mit selbst gebastelter Ausrüstung. Die erste Veranstaltung am 2. Weihnachtstag 1945 : Düsseldorf gegen Krefeld.
Provisorische Wohnungen für Spieler in den Tribünenräumen. Vom Frühstück zum Training. Naturalien locken : warmes Essen und heisse Getränke.

Januar 1946
Unter der Leitung Schwinghammers wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen.
Ausrichter und Gewinner der Rheinischen Meisterschaft.

1947
Krefeld ist Interzonenmeister :
Auf Initiative des KEV wird eine inoffizielle Deutsche Meisterschaft der amerikanisch und britisch besetzten Zonen gespielt. Riessersee, Füssen, Düsseldorf ( spielt in Krefeld ) und Krefeld sind dabei. Krefeld gewinnt die Runde. Der Eishockey Verband erkennt die Spiele für die offizielle Deutsche Meisterschaft nicht an. Daraufhin spielt Krefeld nicht mit.
Gewinner des Leinweber-Pokals.
Willi Münstermann überrascht alle und begründet die Eishockey-Abteilung des VfL Preussen Krefeld 1895 mit.

1948
Die komplette erste Senioren-Mannschaft wird an den VfL Preussen Krefeld 1895 übergeben.
Der Weg für die KEV-Jugend wird somit frei gemacht, sie spielen erste Mannschaft.
Deutscher Jugend-Meister.

1949
Durch die Fusion vom VFL Preussen Krefeld 1895 mit dem Krefelder Turnverein 1855 in den KTSV Preussen 1855 Krefeld gibt es erste Auseinandersetzungen. Willi Münstermann tritt aus. Der KEV und der KTSV Preussen 1855 Krefeld gehen getrennte Wege.
Deutscher Jugend-Meister.

01. April 1950
Um künftig die im westdeutschen Eishockey Mode gewordenen Spielerangriffe mit Bierflaschen und hartgeforerenen Schneebällen ( Preußens Torwart Wackers mußte kürzlich daraufhin in Füssen vom Eis getragen werden ) zu verhindern, hat der westdeutsche Verband die Einfassung der Spielfelder mit einem hohen Drahtzaun, nach Vorbild der südamerikanischen Fußballplätze, angeordnet. Diese "fortschrittliche" Neuerung soll für die Eisstadien von Garmisch, Füssen, München und Krefeld Anwendung finden.

"Berliner Zeitung " vom 01.04.1950 - Aprilscherz ?! ;-)

Saison 1950/51
Deutscher Meister KTSV Preussen 1951.
KTSV Preussen 1855 Krefeld Meister.

Saison 1951/52
Deutscher Meister KEV 1952.
KEV Deutscher Meister.
Der KEV gewinnt den Lippens-Cup / Westeuropa-Pokal bzw. Nordwesteuropa-Pokal.

Neu im Angebot des KEV - Basketball.
Basketball ist ein beliebter Ausgleichssport für Eishockeyspieler. Da liegt es nahe, eine Mannschaft bzw. eine Abteilung zu bilden und auch in Wettbewerben anzutreten. Die Stammspieler bestehen aus Eishockeycracks.
Siehe auch Basketball

11. August 1952
Bei der Jahrestagung der LIHG im Grand Hotel in Zurück stellt der KEV über den DEV den Antrag, die Weltmeisterschaft 1955 an den DEV und somit die Durchführung an den KEV zu übertragen.

Saison 1952/53
Preussen weichen nach Köln aus. Probleme mit Stadionverwaltung und reduzierte Trainingszeiten.

08. und 09. November 1952
Einführung des Samt- und Seidenpokals ( 3. Platz ). Der Pokal repräsentiert einen Wert von DM 2.000,- und ist echt silbern. Gleichzeitig wird ein Fairnesspreis verliehen.

1953 - Saison 1952/53
KEV Westdeutscher Meister. Deutscher Jugend-Vizemeister.
Der KEV gewinnt den Lippens-Cup / Westeuropa-Pokal bzw. Nordwesteuropa-Pokal.

Frühjahr 1953
KTSV Preussen 1855 Krefeld darf wieder in der Rheinlandhalle trainieren, die Halle steht wieder zur Verfügung. Münstermann bekommt Darlehen von der Stadt.

Die Krefelder Stadtverwaltung gewährte der Firma Münstermann das erbetene Darlehen von 200.000 DM, nachdem Münstermann im Vorjahr das Krefelder Eisstadion überdachen liess, aber unter der Bedingung daß das gepsannte Verhältnis zwischen den beiden Krefelder Eishockey-Vereinen KEV und Preußen zu bereinigen sei.

"Hessische Niedersächsische Allgemeine" vom 25.02.1953

09.März 1953
Der KEV soll eine Bürgschaft in Höhe von DM 100.000,00 leisten.
Nachdem eine telegrafische Bankgarantie auf den Tischen des Verbandes liegt, entscheidet sich die LIHG mit 27:12 Stimmen zugunsten des DEV und somit zugunsten des KEV. Deutschland bekommt die WM vor Frankreich und der Schweiz
Selbst eine so hohe Garantie konnte Willi Münstermann nicht abschrecken.
 

30. Oktober bis 01. November 1953 - Saison 1953/54
2. Samt- und Seide-Pokal - Der KEV gewinnt den Pokal und den Fairnesspreis.

1954 - Saison 1953/54
Deutscher Vizemeister.

21. bis 24. Oktober 1954 - Saison 1954/55
3. Samt- und Seide-Pokal - Der KEV belegt den 2. Platz.
 
Grosse Aufregung gab es um das Spiel der Moskauer Stadtauswahl gegen den KEV im Rahmen des Samt- und Seide-Pokals am 23.10.54. Eine sowjetische Sportmannschaft betrat zum ersten Mal westdeutschen Boden und das Spiel sollte genau am Tag des damaligen Kriegsgefangenen-Gedenktag statt finden.
Sogar der deutsche Bundestag befasste sich mit dem Ereignis - aus Protest. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion beschloß, den nordrheinwestfälischen Innenminister Dr. Fanz Meyers aufzufordern, das Spiel zu verbieten - schrieb der Spiegel.
Bei der Ankunft der russischen Mannschaft in Krefeld versammelten sich vor dem Hotel "Krefelder Hof" und am Eisstadion zahlreiche ehemalige Kriegsgefangene, um zu protestieren. "Schickt uns unsere Kriegsgefangenen und nicht eure Eishockeystars" hiess es auf Transparenten.
Willi Münstermann argumentierte : Je enger die Beziehungen zu Rußland werden, desto besser geht es auch unseren Leuten da drüben. Ausserdem habe Eishockey nichts mit Politik zu tun.
Schliesslich fanden die Spiele in freundschaftlicher Atmosphäre statt.

Januar 1955
Ein Höhepunkt der Saison war die viel beachtete und diskutierte Reise der Krefelder Stadtauswahl - gebildet aus KEV- und Preussen-Spielern - in die Sowjetunion. Es gab zwei Spiele in Moskau, viele Besichtigungsfahrten und auf dem Rückweg einen Abstecher in die Tschechoslowakei mit einem Spiel in Prag.

25. Februar 1955 - 06. März 1955
Der WM-Sieger Kanada.
Vom 25. Februar - 06. März 1955 findet in Krefeld ( Spiele plus Finale und Zentrale ), Dortmund, Düsseldorf und Köln die Weltmeisterschaft statt. 15 Mannschaften kämpfen um die Titel des A- und B-Weltmeisters. 9 Nationen spielen in der A-Gruppe und 6 in der B-Gruppe. In dem von Frank Trottier trainierten bundesdeutschen Team stehen mit Jansen, Bierschel, Guttowski, Pescher, Rainer Kossmann, Jochems, Kremershof, Weide und Eckstein neun Krefelder. Das Endspiel in Krefeld endet vor über 9.000 Zuschauern mit einem Sieg der Kanadier - der Penticton V's - über die Sowjetunion 5:0. Deutschland wird Dank des besseren Torverhältnisses 6. vor Polen.
Die Titelkämpfe erbrachten einen Überschuß von mehr als 100.000 DM, die zwei Drittel an den KEV und ein Drittel an den DEV gingen.

Aufgrund eines Antrages - Eisstadionbesitzer sollen von der aktiven Mitarbeit in Vereinen und Verbänden ausgeschlossen werden - trennen sich die Wege von Willi Münstermann und dem DEV.

1955 - Saison 1954/55
Deutscher Vizemeister, deutscher Jugend-Meister.

1956 - Saison 1955/56
Deutscher Jugend-Vizemeister.

1958 - Saison 1957/58
Deutscher Jugend-Vizemeister.

1958/59
Gründung der Eishockey Bundesliga - beide Krefelder Vereine dabei.
 
08.11.1958
Das erste Bundesligaspiel Krefelder EV – Preussen Krefeld

Die Krefelder Rheinlandhalle war mit 7.000 Zuschauern restlos ausverkauft, als sich die Ortsrivalen Krefelder EV und Preussen Krefeld zum ersten Bundesligaspiel trafen. Besonders die Preussen bemühten sich vor dem Spiel um eine freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Clubs: Preusen-Kapitän Langhans begrüßte sein KEV-Pendant mit einem Blumenstrauß und die Preussenspieler überreichten ihren Gegenspielern jeweils eine Krawatte! Das erste Tor fiel bereits in der 4. Minute, der aus Oberschlesien stammende Marian Pawelczyk brachte die Preussen in Führung. Für den KEV glich Toni Barczikowski Ende des 2. Drittels aus, den Siegtreffer für die Preussen erzielte Werner Kadow. Besonders gefeiert wurde auf Seiten des Siegers Torwart Hans-Richard „Henne“ Obermann, der – wie die Westdeutsche Zeitung schrieb – „mit meiner Reihe mutvoller Paraden den Sieg sicherte, während der ausgezeichnete Preussen-Verteidiger Kompalla für zwei Minuten herausgestellt worden war“. Kompalla? Richtig – niemand anders als der spätere Weltklasse-Schiedsrichter Jupp Kompalla wurde in der Schlussphase von den Schiedsrichtern Egginger (München) und Lacour (Zweibrücken) auf die Strafbank geschickt.

Quelle und Text : Hans-Hubert Keßler


1960 - Saison 1959/60
Westdeutscher Meister.

1960
Die Basketballabteilung löst sich auf, die Spieler gehen zum Post-Sportverein Krefeld.

1961 - Saison 1960/61
Westdeutscher Meister.

20. bis 22. Oktober 1961 - Saison 61/62
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens wurde versucht, den Samt- und Seide-Pokal als internationales Turnier neu zu installieren. Da keine ausländische Mannschaft verpflichtet werden konnte, fiel der Pokal schliesslich aus.

1962 - Saison 1961/62
Westdeutscher Meister.

1963 - Saison 1962/63
Westdeutscher Meister.

1964 - Saison 1963/64
Westdeutscher Meister.

16. Juli 1963
Gründung "Deutscher Eishockey Bund" in Krefeld - vorher Deutscher Eissport Verband.

1968 - Saison 1967/68
Deutscher Jugend-Meister.
 
Erste Gespräche für eine Spielgemeinschaft beider Krefelder Eishockey Vereine ( KEV und Preussen ) fanden schon im Jahre 1969 statt. Allerdings konnte trotz vieler Versuche, Vorschläge und Vereinbahrungen keine Einigkeit erzielt werden. Nachdem die Gespräche wieder einmal ins Stocken geraten waren, holte Oberbürgermeister Hauser die Vorstände beider Vereine gemeinsam an einen Tisch im Rathaus.
Laut DEB war klar gemacht worden, dass keine Fusion möglich wäre. Ein Verein muss "geopfert" werden und neu anfangen. Aufgrund der hohen Schulden wird es die Preussen treffen.
20. July 1971

Am Montag trafen sich beide Vorstände zu Gesprächen. Nach vierstündiger Verhandlung traf man schliesslich eine Vereinbahrung.
1. Preussen verzichtet auf die Teilnahme an der 1. Bundesliga und tritt aus dem Verband aus.
2. Heranwachsende und in Frage kommende Jugendliche werden kostenlos an den KEV übergeben, der die 1. Mannschaft stellt.
3. Per 20. July 1971 übernimmt der KEV sämtliche finanziellen Verpflichtungen, auch Verträge mit den neuen Spielern und dem neuen Trainer Pokorny.
4. Solange der KEV in der obersten Spielklasse spielt, werden DM 7.000,00 zum 01.12 jeden Jahres für die Jugendarbeit an die Preussen überwiesen. Ein Kuratorium soll den Verein bei der Jugendarbeit unterstützen.
5. Jugendlichen beider Mannschaften muss eine Spielmöglichkeit gegeben werden - Spielgemeinschaft Krefeld.
6. Preussen stellt keine Seniorenmannschaft.
Der KEV veranlasst die Entlastung der Preussen aus dem Schuldenverhältnis und der Preussen Vorstand soll innerhalb von drei Tagen eine spezifizierte Aufstellung aller Verbindlichkeiten vorlegen. Der KEv will eine Spendenaktion ins Leben rufen.

24. August 1971

Gemäss Vereinbahrung sollen bis zum 24. August 1971 10.00 Uhr alle Finanzierungsverhältnisse offengelegt werden. Trotz Aufforderung stehen prüfbare Unterlagen nicht zur Verfügung. Es gibt nur einen Ordner mit lauter Rechnungen. Bei den Preussen ist man verwundert, da auf eine weitere Einsicht keine Verpflichtung bestünde. Laut den Preussen ist alles in Ordnung und gemacht. Der KEV sieht sich ausserstande den Vermögensstatus selbst zu erstellen und beschliesst bei einer Vorstandssitzung die Treuhandgesellschaft Nordrhein MbH Krefeld für die Aufstellung endgültiger Unterlagen zu beauftragen. Bis zur Vorlage der Abschlußbilanz ist keine Begleichung der Verbindlichkeiten möglich. Die Gläubiger werden öffentlich angesprochen und Bilanz gezogen.

28. Oktober 1971
Nachdem die Treuhandgesellschaft drei Monate brauchte, den Schuldenbetrag festzustellen, wird der KEV aufgefordert, die Schuld in Höhe von DM 166.234,24 ( plus / minus - Betrag ist nicht ganz sicher - DM 166.230,44 ) zu begleichen. Preussen Gläubiger geben einen Nachlass. Der KEV hat schon vorher angefangen, das Geld zu "erbetteln". Man hofft auf die Hilfe der Stadt ( z.B. versprochene Spitzensportförderung ).
Ärger zwischen dem KEV und den Preussen - Zahlungsbefehlt, Drohungen, Klageandrohungen - besteht weiterhin. Ehemalige Preussen Spieler weigern sich für den KEV zu spielen - angebliche Foderungen wurden nicht beglichen und Verpflichtungen nicht übernommen.

1971/72
Kanadier unter 19 Jahren wurden nicht kontingentiert. Das wurde vom KEV ausgenutzt.

Herbst 1974
Karl Carstensen tritt bei einem Flug nach München dem KEV bei.

14. Juni 1976
Karl Carstensen ist bei der Generalversammlung kurz da und hält eine Rede, die von den Mitgliedern mit einem Hip-Hip-Hip-Hurra gelobt wird. Er hat bisher nur ein Spiel gesehen, ein Unentschieden gegen die DEG. Der Oberbürgermeister läßt es sich nicht nehmen, dem Ehrengast das Bier zu bezahlen. Der Vorsitzende Herr Holtschneider überreichte Herrn Carstensen Krefelder Krawatten.

1976
Das Buch "Heisses Eis" erscheint. Auf der Rückseite des Buches sind die Fans des EDN zu sehen.
Kleine Anekdote: Die erste Ausgabe geht an Lothar Kremershof. Allerdings ist das überreichte Buch leer, da es noch gar nicht gedruckt war.

20. Juli 1976
Ein Schreiben der Remscheider Volksbank deckt ein schwarzes Konto auf, über das zusätzliche Zuwendungen an Spieler und Spendengelder abgewickelt wurden.
 

Dick Decloe als König der Torjäger mit Purpurmantel und Krone.
1975, 1977 Topscorer der Eishockey-Bundesliga
1975, 1976, 1977 Bester Torschütze der Eishockey-Bundesliga
im Trikot des KEV 1936 e.V.
Dick Decloe als König der Torjäger.

1977 - Saison 1976/77
Deutscher Vizemeister.
 
07.10.1977:
Ein neuer DEB-Beschluß wird erstmals beim Spiel DEG - KEV umgesetzt.
Erlaubt ist Werbung auf den Warmlauf-Trikots. Aber nur die Logos.

07.10.1977 Erstmals Werbung auf den Warmlauf-Trikots.

14. Juni 1977
In einem Brief werden das Konto und die Hintergründe über das Konto zugegeben. Am gleichen Tag zeigen sich drei ehemalige Vorstandmitglieder beim Finanzamt an und läuten damit das Ende des KEV 1936 ein.
03. Juli 1978
Antrag auf Konkurs. Ein Rattenschwanz von Forderungen : die Steuerbescheide des Finanzamtes ( DM 800.000 ), die vom Krefelder Landgericht bestätigte Forderung der Remscheider Volksbank ( DM 330.000 ), ein Darlehen von Herrn Holtschneider ( DM 428.000 ) und diverse andere Verbindlichkeiten ( Krefelder Sparkasse und sonstige Gläubiger - DM 395.000 ) lassen keine andere Möglichkeit mehr. Die Prüfung der Gemeinnützigkeit steht noch aus.
Die Aktion "Rettet den Eissport" wird von der Rheinischen Post, der Westdeutschen Zeitung und der Neuen Rhein Zeitung gestartet.
06. Juli 1978
Die Bürgerinitiative nimmt Ihre Arbeit auf.
Andries, Furth, Giebelen, Göldenbachs, Hotstegs, Jöbges, Stelten, Wahlefeld und Wirichs gründen die "Gesellschaft zur Rettung des Krefelder Bundesliga-Eislaufsports".
11. Juli 1978
Gründung des Krefelder Eishockey Vereins 78 - wegen Namensgleichheit findet der Name keine Anerkennung im Vereinsregister.
04. August 1978
Der DEB tagt zwecks Klärung der Situation des KEVs in München.
Trotz mehrfacher Versuche, einer Fast-Einigung, der Verzicht auf Schulden, es hilft alles nichts, den Verein zu retten. Der DEB entzieht dem KEV die Lizenz. Die Fristverlängerung vom Eishockeybund wird nicht wahrgenommen, der Konkursantrag nicht - zurück - genommen und keine Bürgschaft hinterlegt. Kein Start in der 2. Bundesliga.
10. August 1978 Spenden Rückgabe.
Der Krefelder Eishockey Verein 78 wird in den EHC Krefeld 78 umbenannt.

Der neue Verein übernimmt alle Ausrüstungsgegenstände aus der KEV-Konkursmasse für 2500 Mark.

Im Bild rechts:
Der Oberbürgermeister Hansheinz Hauser bedankt sich bei den Spendern, die sich durch Ihre Überweisung für den Fortbestand des Krefelder Eishockeys stark gemacht haben. Da der KEV nicht erhalten werden konnte, wird das Geld zurück überwiesen und der Oberbürgermeister bittet um die Unterstüteung des neuen Vereins, des HEC Krefeld 1978 e.V..
24. August 1978
Gemeinsame Erklärung : die Jugend des KEV 1936 geht zum EHC Krefeld 1978.
07. Oktober 1978
Durch das erfolgreiche Veto aus Herne, Start in der Regionalliga, nicht in der Oberliga. Hans-Richard Obermann, Helmut Remen, Werner Oberheidt, Marian Pawelczyk und Vladimir Potucek und die Junioren dominieren haushoch. "Lieber arm und ehrlich" heißt die Devise beim EHC.

1978/79
1979/80 Werbung am Mann.
"Werbung am Mann" bei den normalen Spieltrikots ist erlaubt.
Hier das KEV Trikot mit Werbung von "Schlösser Alt" aus der Saison 1979/80.

Juli / Sommer 1981
Paul Hotstegs kauft den Namen KEV vom Konkursgericht für DM 1.000 - zurück -.

07. August 1981
Laut Statuten wird der KEV beim EHC Krefeld aufgenommen. In einer Versammlung in der Werner-Rittberger-Halle stimmen alle 500 Mitglieder einstimmig einer Namensänderung zu. Der neue KEV 81e.V. schafft den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord.

Oktober 1981
KEV gegen die Deutsche Nationalmannschaft.

1982 - Saison 1981/82
Deutscher Knaben-Vizemeister.

1985/86
Die Randy Spielvogel-Affaire: Um Randy Spielvogel nicht als Ausländer spielberechtigt zu bekommen, nutzte man eine Lücke in den Satzungen des deutschen Eishockeybundes. Randy Spielvogel habe die letzten 18 Monate beständig in Deutschland gelebt und kein Eishockey gespielt. Sein Beruf sei Schäfer in der Lüneburger Heide. Da nahezu alle anderen Clubs der Liga ebenfalls seine Bewerbungsunterlagen bekommen hatten, wusste alle, dass dies nicht stimmte. Es wurde lange still gehalten, bis es einfach nicht mehr zu vertuschen war. Krefeld wurden 40 Punkte aberkannt und Spielvogel gesperrt. Randy Spielvogel.

02. bis 09. April 1986
Europa-Meisterschaft der Junioren in Krefeld, Ratingen und Düsseldorf.

1986/87
Der Fanstreik.
Vic Stanfield sollte den Verein verlassen. Allein der Aufstand der Fans konnte verhindern, dass "kleines, dickes Vic" gehen musste.

Friedlich - Gewaltlos - Ideenreich = KEV-Fans. Alle reden, die Krefelder Eishockeyfamilie handelt.
U.a. mit Spruchbändern, Transparenten, Sprechchören - auf dem Eis und auf den Rängen und Warnstreiks ( gesammeltes Verlassen der Tribünen ).
Der Fanstreik.

1988 - Saison 1987/88
Nordmeister der 2. Bundesliga.

1989 - Saison 1988/89
Nordmeister 2. Bundesliga, deutsche Jugend Vize-Meister, Junioren qualifizieren sich für die Juniorenbundesliga.

Relaxen nach dem Aufstieg. Die Kanadier. Francois Sills. Die Aufstiegsmannschaft. Autokorso.
26. März 1991
Aufstieg in die 1. Bundesliga. Sieg gegen den PEV Weisswasser 6:1.
27. März 1991
Empfang im Rathaus und Eintrag in das Buch der Stadt Krefeld.
 

1991
Das Buch "Heis auf Eis" erscheint.

Saison 1994/95
Mitglied der neu gegründeten DEL ( Deutsche Eishockey Liga ).

Fast zeitgleich wechselt Mitte Januar der Hauptsponsor auf dem Trikot ( Brust ) und das komplette Dseign.

Maoam verweigert fällige Zahlungen und kündigt einseitig den Sponsorenvertrag. Es hilft nur der Gang vor Gericht. Rheingold Sport vermittelt, für den Rest der Saison steht VIC USA Skate vorne auf dem Trikot.
Rechtzeitig zum Duell gegen den EV Landshut ist das neue Design fertig. Landshut und Krefeld gehen beide mit dem Kannibalen Design der Firma Centigrade in die Saison. Von wem die Initiative ausgeht, ist nicht ganz klar ( Landshut besteht auf das Namensrecht / Krefeld möchte nicht verwechselt oder verglichen werden ), aber Krefeld bekommt ein neues Design. Der EV Landshut nennt sich später in Landshut Cannibals um.

30. Mai 1995
300 Eishockey-Fans sind beim Eishockey-Hearing im "Goldenen Hirschen" dabei. Uli Urban spricht von "Pleiten, Pech und Pannen". Die Lage ist schlecht.
16. Juni 1995
Uli Urban geht zum Amtsgericht und stellt einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens.
17.Juni 1995
Ein offener Brief von Urban an die Öffentlichkeit.
18. Juni 1995
Zur Sicherung des Nachwuchses wird der Krefelder Eishockey Vereins 1995 gegründet ( hat später eine Stimme im neuen Verein ).
07. Juli 1995
Die KEV Pinguine Eishockey GmbH wird gegründet : 13 Gesellschafter und ein Kapital von DM 1,6 Mio.
Anfang August
Uli Urban zieht den Konkursantrag - zurück -, dies und das finanzielle Konzept retten den Verbleib in der DEL.

1995 - Saison 1994/95
Halbfinale.

2000
Entschuldung des KEV 81 e.V. abgeschlossen.

Abpfiff. Meistermannschaft. Sieges-Zigarre. Autokorso.

2003 - Saison 2002/03
Deutscher Meister. Das Buch "Deutscher Meister Krefeld Pinguine" erscheint.

2006/2007
Durch ein Leck in den Leitungen der Kühlanlage im KönigPalast tritt Ammoniak aus. Im Dezember 2006 muss das Eis abgetaut und das Loch gefunden werden. Es finden ein paar Spiele in der guten alten Rheinlandhalle statt.

2011
Das Buch "75 Eissport in Krefeld" erscheint.

Saison 2013/14
Das Mietvertrag Desaster Teil 1

Am 30.06.2015 läuft der erste und nach dem Neubau geschlossene Vertrag mit der Seidenweberhaus AG ( eine 100% Tochter der Stadt ) über die Miete der Arena aus. Ein neuer und für alle vertretbarer Mietvertrag muß her, ohne den auch keine Lizensierung für die Saison 2015/16 möglich ist. Man benötigt sich gegenseitig. Die Krefeld Pinguine benötigen eine moderne Heimspielstätte, die Stadt ( zu dem Zeitpunkt im Nothaushalt ) die Krefeld Pinguine als Hauptmieter für die Arena. Es geht um Eintrittsgelder, Logen und Business-Seats. Die Krefeld Pinguine wollen einst gestundete Mietforderungen nicht zahlen, haben ihrerseits Forderungen. Man trifft sich zur Mediation vor Gericht. Muss sich einigen, findet aber keine Einigung für einen neuen Mietvertrag.
Februar 2013
Die Krefeld Pinguine bitten erstmals um Gespräche. Eintrittsgelder kommen nicht mehr fristgerecht vom Hallenbetreiber und verursachen Liquiditätsprobleme. Die Krefeld Pinguine übernehmen den online Ticketverkauf. Die Seidenweberhaus GmbH spricht von Vertragsbruch.
März 2013
Der Aufsichtsrat der Seidenweberhaus GmbH entschliesst sich eine Schadensersatzklage einzureichen.
April 2013
Die Krefeld Pinguine kündigen den Mietvertrag.
September 2013
Am Landgericht in Krefeld treffen sich beide Seiten zu einer richterlichen Mediation. Ein Zwischenvergleich wird geschlossen und man soll schnellstmöglich einen neuen Mietvertrag aushandeln und das möglichst vor dem Stichtag, so das der neue Vertrag schon vorher in Kraft treten kann. Über gegenseitige Forderungen bis zum 31. August soll man sich einigen. Was nicht geschieht. Die Anwälte beider Seite verhandeln über Vertragsvorschläge.
29.11.2013
Statement von Wolfgang Schulz, das man in der DEL nur mithalten könne, wenn in Krefeld zeitgemäße Rahmenbedingungen herrschen und die Drohung wieder in der Rheinland Halle zu spielen.

2014
Die Krefeld Pinguine gehören zu den 26 Gründungsvereinen der Champions Hockey League kurz CHL und sind einschliesslich der Saison 2016/17 automatisch qualifiziert ( solange sie der DEL angehören ).
Das Buch "Die Reise der Pinguine nach Europa" erscheint.

2014/15
CHL Teilnahme.

Das Mietvertrag Desaster Teil 2

Die Zeit vergeht und drängt. Die Lizenz für die neue Saison 2015/16 muß bis zum 15.02.2015 beantragt werden, zudem eine Kaution in Höhe von Euro 100.000 hinterlegt werden, doch ohne Mietvertrag keine Lizenz. Anhänger des Krefeler Eishockey befürchten das Schlimmste. Fans, Supporters, Fanprojekt und Ehemalige werden aktiv. Der Zusammenhalt und die Unterstützung, auch von anderen Eishockey Fans und Vereinen, ist unglaublich. Es scheint immer um die gleichen Knackpunkte zu gehen. Keine Einigung, aber man nähert sich an. Anfang Februar dann die frohe Botschaft, das man einen Konsens für alle gefunden hat, der im April unter Dach und Fach ist. Natürlich mit Stillschweigen über die Details. Das war knapp.
Es bleibt ein fader Beigeschmack, das alles was öffentlich ausgetragen wurde nun unter Stillschweigen fällt - das man als Fan vielleicht ein bisschen "vor die Karre gespannt" wurde?!
2014/15 Banner der Fans. 2014/15 Banner der Fans.
02.12.2014
Letzte Sitzung des Krefeld Pinguine Aufsichtsrates des Jahres. Eine Einigung über einen Mietvertrag ist nicht in Sicht.
15.12. und 16.12.2014
Die Pinguine Supporters ( 15.12. ) und das Fanprojekt ( 16.12. ) verfassen einen Brand- bzw. einen offenen Brief. Krefeld ohne Eishockey ist für alle keine Lösung.
Januar 2015
Die Pinguine Supporters und das Fanprojekt Krefeld starten eine Online Petition "PRO DEL-Standort Krefeld!", die von vielen Fans, auch anderer Vereine, unterstützt wird und die schlußendlich 7.516 Eishockey-Fans unterschreiben.
16.01.2015
Daniel Pietta setzt ein Statement für Krefeld und Verlängerung 10 Jahre.
21.01.2015
Unterstützung erhalten die Krefeld Pinguine unter anderem aus Düsseldorf: Bei aller Rivalität solle man sich einigen und den Standort erhalten, so Christof Kreutzer.
03.02.2015
Uwe Fabig übergibt die gesammelten Unterschriften der Petition bei der Aufsichtsratssitzung der Seidenweberhaus GmbH.
05.02.2015
Bei Facebook werden die Fans zu einem Flashmob vor der Ratssitzung auf dem Theaterplatz aufgerufen. Kein Krawall, kein Aufstand - nur Schlachtgesänge eine Stunde vor Sitzungsbeginn. Dem Aufruf folgen ca. 500 Fans.
Danach geht auf die Zuschauerränge. Beifall, Buh-Rufe und Sprechchöre begleiten die Sitzung. Sportpalast-Atmosphäre war ein unpassender Vergleich. Der Oberbürgermeister Kathstede mahnte: Demokratie ist auch Zuhören.
Dreh- und Angelpunkt sind immer wieder die Business-Seats und die Logen. Aber, man nähert sich an.
11.02.2015
Gemeinsame Presseerklärung der Krefeld Pinguine und der Politik. Rettung in der Overtime. Die Eckpunkte des neuen Vertrages sind ausgehandelt, die Anwälte müssen nur noch den Vertrag ausarbeiten, die Seidenweberhaus GmbH und der Stadtrat zustimmen, doch das gilt als sicher. Genaue Vertragsdetails werden nicht bekannt. es gibt eine Verschwiegenheitsklausel.
23.04.2015
Nach langen und fairen Verhandlungen sind die Verhandlungen zwischen den Krefeld Pinguinen und der Seidenweberhaus GmbH abgeschlossen. Beide Aufsichtsräte haben dem neuen Mietvertrag einvernehmlich zugestimmt. Der neuen Saison steht nichts im Wege.

2015/16
CHL Teilnahme.

2016/17
CHL Teilnahme.

Saison 2017/18
Die Verhandlungen für den neuen Mietvertrag ( der Alte gilt bis zum 30.06.2018 ) ziehen sich hin und werden für Fans und Werbepartner zur emotionalen Angelegenheit ( flammender Apell von Kristian Peters-Lach vor dem Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings ). Ohne Vertrag keine Lizensierung. Das Eckpunktepapier steht, über den Inhalt wird Stillschweigen bewahrt. Es geht um Bierverkauf und Catering. Es gibt gute Gespräche, aber keinen Vertrag. Anfang März 2018 werden alle Mitzitternden erlöst. Der neue Vertrag ist unterzeichnet.

04.09.2018
Die Energy Consulting in Form des Geschäftsführers Michail Ponomarev erwirbt 69 Krefeld Pinguine Anteile / 46% von Dieter Berten.

Dezember 2019
Die Krefeld Pinguine verkaufen ihre Anteile an der CHL an die Augsburger Panther.

( Saison 2018/19 und ) 2019/20
Energy Consulting / Michail Ponomarev und seine Folgen

Anfang September 2018 kauft Michael Ponomarev die Anteile von Dieter Berten. Die Erwartungen sind groß und die Hoffnung überwiegt den Unkenrufen ( M.P. versuchte sich zuvor schon bei der DEG ). Gut ein Jahr später sieht es schon ganz anders aus. Matthias Roos tritt die Flucht nach vorne an und ermahnt Michail Ponomarev mit klaren Worten seinen Zusagen und Verpflichtungen nach zu kommen. Es fehlt Geld, die Lage ist ernst.
Doch, wer schuldet wem Geld, wer hat welche Zusagen und Abmachungen gemacht, wer blockt und ist nicht gesprächsbereit, wer hat Schuld ?!
Von aussen ist es schwer, den Überblick zu behalten. Der Streit wird erbittert öffentlich ausgetragen. Es wirkt wie ein Machtkampf, den keiner verlieren will. Mein Förmchen, dein Förmchen. Und die Zeit rennt. Insolvenz ist das, vor dem alle Fans Angst haben und die immer näher kommt. Es läuft schlecht, nicht nur sportlich. Fans und Werbepartner haben den Schuldigen ausgemacht. Werbepartner ziehen Ihr Engagement zurück oder drohen es zu kündigen wenn M.P. weiter Gesellschafter bleibt. Die Fans werden aktiv. Ca. 700 Anhänger marschieren vom Rathaus zur Arena, um für den Erhalt des Eishockey Standortes zu demonstrieren. Unterstützt werden Sie von Uwe Fabig, Karel Lang, Martin Gebel, Christian Ehrhoff und Earl Spry, die sich mit einen offenen Brief an die Öffentlichkeit wenden und um Unterstützung bitten. Ausserdem drohen Uwe Fabig, Karel Lang und Vic Stanfield damit, ihre Trikots in der Halle abhängen zu lassen, sollte Ponomarev weiterhin Teil der Krefeld Pinguine sein. Kristian Peters-Lach appelliert: Ein Mann, ein Wort. Der Oberbürgermeister und auch Unternehmer versuchen zu vermitteln. Auch andere Vereine äussern sich pro Krefeld, es gibt Spruchbänder - der Gäste in Krefeld und auch in anderen Stadien. Es wird weiter taktiert, Termine wahr genommen und platzen gelassen, Möglichkeiten durchgespielt, angenommen und abgeblockt, bis schlußendlich im Januar aufgeatmet werden kann. M.P. will seine Anteile verkaufen, man einigt sich. Anfang Februar 2020 gehen die Anteile von M.P. an Dirk Wellen. Jetzt ist der Weg frei, die Insolvenz kann abgewendet werden. Eine Stammkapitalerhöhung ( wird aber nicht umgesetzt ) und der nicht weiter benannte Investor stehen noch im Raum. Eine sehr emotionale Zeit geht zu Ende, nervenaufreibend für alle und verdammt knapp.
Saison 2019/20 Banner der Fans. Saison 2019/20 Banner der Fans. Saison 2019/20 Banner der Fans.
Saison 2019/20 Banner der Fans. Saison 2019/20 Banner der Fans. Saison 2019/20 Banner der Fans.
2019/20 Stellungnahme von Daniel Pietta auf  Instagramm. 2019/20 Aufruf der Fans.
Stellungnahme von Daniel Pietta bei Instagramm und ein Aufruf der Fans.
2019/20 Banner der Gästefans. 2019/20 Banner der Gästefans.
Banner der Gästefans - hier Eisbären Berlin und Thomas Sabo Ice Tigers.
25.09.2019
Matthias Roos geht an die Öffentlichkeit und legt mit klaren Worten dar, was er vom Verhalten von M.P. hält, welche Folgen es haben kann und das er seinen Verpflichtungen und Zusagen nachkommen soll.
Die Schulden belaufen sich laut Krefeld Pinguine auf 451.000 Euro Vorsaison, 500.000 Euro aktuelle Saison und 50.000 Euro für den KEV81.
Seit April / Mai gibt es keinen Kontakt mehr.
08.10.2019
M.P. kontert Zahlen seien falsch, Unterlagen werden nicht offen gelegt - die Krefeld Pinguine beziehen Stellung:
Informationen sind korrekt, die gemeinsame Finanzierungsvereinbarung ist von beiden Seiten unterzeichnet, wegen der Unterlagen: Saison 18/19 liegt vor der Zusammenarbeit, Saison 19/20 kein Interesse gezeigt. Man zieht in Betracht vor Gericht zu gehen. Teilnahme am Spielbetrieb Saison 19/20 nur durch Bürgschaft von Wolfgang Schulz möglich.
Oktober 2019
Michail Ponomarev ist nicht mehr Gesellschafter der Energy Consulting, Rechtsanwalt Dr. Peters übernimmt die Verhandlungen im Namen der Energy Consulting.

04.11.2019

Das Verhältnis der Parteien ist zerrüttet und angespannt: Beim Drittligaspiel MSV Duisburg gegen den KFC Uerdingen übergibt Matthias Roos Michail Ponomarev eine Einladung zur Gesellschafterversammlung. Der lässt diese fallen und bittet, Herrn Roos aus dem VIP Bereich entfernen zu lassen. Er fühle sich bedroht.
15.11.2019
Uwe Fabig, Karel Lang, Martin Gebel, Christian Ehrhoff und Earl Spry bitten mit einem offene Brief um Unterstützung.
17.11.2019
Ca. 700 Anhänger marschieren vom Rathaus zur Arena und demonstrieren für den Erhalt des Krefelder Eishockey Standortes.
19.11.2019
Keine Einigung bei der Gesellschafterversammlung.
Zukunftsmöglichkeit Nummer 1: M.P. übernimmt die Anteile von Wolfang Schulz. Nummer 2: M.P verkauft seine Anteile.
29.11.2019
Gesellschafterversammlung stimmt ab. Das Stammkapital soll um Euro 750.000 erhöht werden. Ein nicht weiter benannter Investor stehe bereit. Weiterhin steht der Verkauf der Anteile im Raum.
16.12.2019
Gesellschafterversammlung - mit besonderen Voraussetzungen. Die Gesellschafter verzichten auf form- und fristgerechte Ladung und es besteht die Bereitschaft, der Kapitalerhöhung zuzustimmen. Der Anwalt des neuen Investors ist anwesend, der Name des Mandanten wird nicht genannt. Dr. Peters rät seinem Mandanten der Energy Consulting wegen fehlender Seriosität nicht zu erscheinen, kommt aber doch. Ohne Einblick in die Bücher ( Klage vor dem Landgericht Krefeld eingereicht ) und Name des Investors jedoch keine Zustimmung zur Kapitalerhöhung.
Angeblich seien gemachte finanzielle Zusagen von M.P. nicht rechtlich bindend - über die Bestätigung sind beide Parteien unterschiedlicher Meinung. Wieder keine Einigung. M.P. signalisiert, seine Anteile zum Nennwert zu verkaufen. Ein Gesellschafter erklärt sich bereit, sie zu übernehmen, Gespräche sollen folgen.
Als Tagesordnungspunkt für die nächste Gesellschafterversammlung steht die Einbeziehung der Anteile der Energy Consulting auf dem Programm.
09.01.2020
Gesellschafterversammlung. Durch eine nur an diesem Tag geltende einstweilige Verfügung und einen mitgebrachten Gerichtsvollzieher verhindert Dr. Peters die Entziehung der Anteile der Energy Consulting. Es wird überlegt, dagegen vorzugehen. Man hätte das durch eine Schutzverfügung verhindern können, sah jedoch keinen Bedarf. Trotz vorheriger Gespräche und Schlichtungsversuchen will die EC die Anteile nicht verkaufen und auch der Stammkapitalerhöhung nicht zustimmen. CE hat einen Investor an der Hand, Detlef Hauffe, der die Anteile von Herrn Schulz übernehmen will. Dazu noch Einsicht in die Bücher, den Rücktritt von Matthias Roos und M.P. will sofort zahlen. Wolfgang Schulz erklärt sich bereit, wenn eine nachhaltige Lösung für die Krefeld Pinguine gefunden wird. Gespräche sollen folgen.
21.01.2020
Ausserordentliche Gesellschafterversammlung. Trotz guter Gespräche zwischen Detlef Hauffe und Wolfgang Schulz kann keine Einigung erzielt werden. Matthias Roos braucht Euro 400.000 bis Ende kommender Woche, sonst droht der Weg zum Insolvenzgericht. Man steckt immer wieder an den gleichen Stellen fest. Es kristallisiert sich der Lösungsweg, die Anteile der CE an Dirk Wellen zu verkaufen, heraus. Denn im Grunde möchten einige Beteiligte ( z.B. Werbepartner ) nicht mit der CE oder M.P. weiter arbeiten.
24.01.2020
Vier Stunden vor Spielbeginn und nachdem eine Frist am Vormittag verstreicht, teilt die Energy Consulting ohne Absprache mit den Krefeld Pinguinen die Rettung der Pinguine mit. Gerettet sind sie allerdings nicht. Das Angebot, sofort Euro 300.000 zu zahlen und die Zusicherung am Montag beim Notar der Stammkapitalerhöhung mit dem unbekannten Investor zuzustimmen, flattert Freitagnachmittag ins Haus und erstaunt alle. Die Gesellschafter müssen nun zunächst beraten, da bisher an einer anderen Lösung gearbeitet wurde ( Übernahme der Anteile der Energy Consulting an Dirk Wellen - verpasste Notartermine seitens der CE nicht ganz klar ).
27.01.2020
Die Krefeld Pinguine lehnen den Rettungsvorschlag ab. Der unbekannte Investor knüpft seine Bedingungen an Matthias Roos und an eine Zukunft ohne CE.
29.01.2020
Michail Ponomarev wendet sich an die Öffentlichkeit. Trotz vergiftetem Klima, öffentlicher Diskreditierung, den Umbau der Grotenburg als Druckmittel einzusetzen - also aller Vorkommnisse und schlechten Voraussetzungen - sei er immer noch bereit, sofort zu helfen. Er will den Weg frei machen.
04.02.2020
69 Anteile / 46% der Krefeld Pinguine werden von der Energy Consulting auf Dirk Wellen übertragen. Man einigt sich. Auf Ansprüche wird verzichtet. Die Insolvenz ist vom Tisch. Stammkapitalerhöhung durch einen unbenannten Investor ist weiterhin geplant ( wird aber schlußendlich nicht gemacht ).

April 2020
Das Schweizer Unternehmen Save's AG übernimmt 120 der 150 Geschäftsanteile der KEV Pinguine Eishockey GmbH und ist somit neue Hauptgesellschafterin.

Saison 2020/21
Durch Corona finden die Spiele der Krefeld Pinguine ( und aller anderen in der Vereine in der DEL ) ohne Zuschauer statt.
 
Letzte Aktualisierung / Stand Oktober 2021


- zurück -